Freitag, 2. Dezember 2016

Men at work

Für unsere Secondary School sind alle im Einsatz. Letztes Jahr wurde bereits etliches gebaut.
Anfangs Januar kommen die Kinder der Abschlussklasse der Primary School in die Form 1 der
Dafür braucht es ein weiteres Klassenzimmer. Aber auch einen Computerraum, eine Bibliothek, einen Schlaftrakt für Mädchen und einen für Buben. Sowie einen grösseren Speisesaal.
Man muss sich bekanntlich nach der Decke strecken, so wurden Abstriche gemacht.
Karl Heinz, ein ehemaliger Nachbar und jahrzente langer Freund kam um uns zu helfen.
Er ist nicht nur ein guter Tischlermeister, handwerklich kann ihm keiner etwas vormachen
und noch dazu kann er improvisieren.
Die alten, stumpfen Werkzeuge gefielen ihm gar nicht und auch mit den wenigen Werkzeugen, 
die vorhanden sind, war er ncht zufrieden. So ging er gleich auf Einkaufstour.
So, nun sind die Beile wieder scharf und auch alle übrigen Klingen
Unser "Professor" Stanley meint, das sei wie Weihnachten und alle übrigen Feste auf einmal
Er hat gerne eine zweite Werkbank eingerichtet, damit sie richtig loslegen können.
Der Aushub des Schlaftrakts mit integrierten Duschen und Toiletten ist fertig. Wir bauen
diesen nun grösser als ursprünglich vorgesehen. Das bedeutet dass er sicher gross genug sein
wird um die Mädchen von 3 Klassen darin unterzubringen. Das kommt zwar teurer als die 
kleinere Version, hat aber den Vorteil, dass wir für nächsten Winter schon vorgesorgt haben.
Dann sollten die Buben ihren Schlaftrakt erhalten. Sie müssen nun noch ein weiteres Jahr
mit dem Provisorium zufrieden sein. Das ist kein Problem, sie sind glücklich dass sie 
gute Schulbildung, sowie genug gesunde Nahrung erhalten. 4 unserer Jungs sind bei der
Gruppe der Arbeiter dabei. Sie helfen gerne mit, und stellen als Gegenleistung für
die school fees ihre Arbeitskraft zur Verfügung. Das zeigt, wie wichtig
ihnen eine gute Schulbildung ist.
Sie arbeiten von morgens früh, bis spät abends, sind wirklich fleissig und strahlen immer.
Eine wahre Freude mit solchen Handwerkern zu arbeiten. Alle Eisenstäbe für die Eckmauern sind einbetoniert. Der Aushub wurde zuerst mit Zement ausgegossen, die foundation blocks und hardcore werden auch mit Zement befestigt. So ergibt das eine gute Stütze für die Wände die dann
hochgezogen werden können.
Wie man sieht, ist der Aushub tief, das Gebäude wird sicher stabil werden.
Im Hintergrund erkennt man das inzwischen fertig verputzte Gebäude der Secondary School.
Unsere Besucher können sich sicher erinnern wie es vorher aussah. Für starken Regen wären die Mauern nicht wirklich geeignet gewesen. Aber nun sind wir gewappnet und wären 
sehr froh über ausgiebige Regenfälle.
Ein zweites Klassenzimmer wurde auch fertig, der Boden muss noch ein paar Mal 
gewässert werden, ansonsten ist es bereit.
Im Improvisieren sind unsere Leute gut, aber es braucht kräftige Männer um hier 
die Eisenstangen zurecht zu biegen und die richtige Form zu bekommen.
Ich freue mich stets die kreativen Adventsgestecke zu sehen, die in Europa die
Wohnzimmer gemütlich machen. Bei uns würden wir gerne die Regenzeit feiern.
Aber das Wetter kann noch niemand manipulieren und es ist zu hoffen, dass dies so bleibt.

Ich wnsche allen eine wunderschöne, besinnliche Adventszeit und bedanke mich sehr, sehr herzlich für Eure Spenden und Hilfe. Bewusst nenne ich weder Namen noch Beträge, denn jede Spende, mag sie noch so klein erscheinen, hilft. 

Thank you so much, asanteni sana und passt gut auf Euch auf. Ihr gehört zu unserer Familie und wir schätzen jeden einzelnen.

Dienstag, 22. November 2016

Das Schuljahr 2016 ist zu Ende, Vorbereitungen für 2017 werden getroffen

Das Schuljahr 2016 ist zu Ende, zum 2. Mal konnten wir die KCPE Prüfung feiern. Unsere Kinder waren wiederum gut vorbereitet, so erwarten wir wieder sehr gute Resultate.
Es bedeutet aber auch, dass sie im Januar 2017 in unsere 
VOI WHITE HOUSE SECONDARY SCHOOL
wechseln können. Dies ist der Name unserer Schule unter der sie registriert werden kann.
Es dauerte schier endlos bis ein Name gefunden war, der akzeptiert wurde.
Und nun arbeiten wir daran, dass alles bereit ist, damit die bisherige Form 1 in die Form 2
wechseln kann und die Kinder der Abschlussklasse der New White House Academy
in das doch etwas  andere Lernen in unserer Secondary School, eingeführt werden können.
Frauenpower ist wieder einmal angesagt und der Aushub für die Mauern des Mädchen Schlaftrakts,
in den dann die foundation blocks eingemauert werden, wurde gestern fertig.
Und wieder helfen alle mit, sie beweisen wie sehr sie unser Projekt unterstützen
und mit Hand anlegen, obwohl sie die Ferien geniessen könnten.
  Sowohl Roman, wie auch Obelix waren den ganzen Tag im Einsatz
Während der Zeit in dem der Aushub für den Schlaftrakt gemacht wurde, konnte eine
Mauer an der Rückseite des Speisesaals hochgezogen werden. Ursprünglich planten wir eine Erweiterung desselben, mit eingebauter Küche. Aber schnell einmal merkten wir, dass die
Finanzen dafür fehlen, so stabilisierten wir den bestehenden. Auf diese Weise wird er auch
im kommenden Jahr gut genug sein für die grössere Anzahl der Kinder. 
Und heute wechseln die Maurer in das 2. Klassenzimmer, das noch verputzt und fertig 
gestellt werden muss. Auch der Aussenverputz des ganzen Gebäudes ist längst fällig, 
es gibt noch viel zu tun bis alles bereit ist.
Wir sind so glücklich und dankbar dafür, dass die Udo-Lindenberg-Stiftung und die 
Water-is-life-foundation, ein borehole für uns finanzierten.
Sowohl Quantität, wie Qualität scheinen ausreichend zu sein. Somit fallen nächstes Jahr
die Kosten für das bis anhin sehr teure Wasser, weg. Eine enorme finanzielle Entlastung!
Und Dank der Vermittlung von Watoto wa Kenya, erhielten wir wiederum genügend
wunderbar warme, kuschelige rote Wolldecken, diese reichen auch für nächstes Jahr.
Trotzdem kommen noch genug Kosten auf uns zu. 
Das neue Klassenzimmer, der Computerraum und die Bibliothek, sowie der
Schlafsaal der Mädchen müssen auch noch eingerichtet und bestückt werden.
Etliche Kinder bleiben jeweils auch während der Ferien hier un machen sich gerne nützlich.
Hier sieht man Mädchen die Sand in leere PET Flaschen füllen.
Sobald wir genug Flaschen haben, es fehlen noch viele, starten wir den
Versuch eines plastic bottle houses.
Auch andere versuchen sich irgendwie nützlich zu machen,
Kuka übernahm die Überwachung der Baustelle
Luis hingegen ist ein Musterexemplar eines männlichen Raubtiers. Liegt nur faul herum und
fragt wo sein Essen bleibt.
Der Sohn einer ehemaligen Nachbarin aus der Schweiz, hatte einen besonderen Weihnachtswunsch.
Da seine Eltern jahrelange Afrika Erfahrung haben und sowohl die Armut, wie auch die
teure Schulbildung mit ihren Kindern diskutieren, wünschte sich Jack 
anstatt eines Geschenkes für sich selbst,
 ein Patenkind in Kenya, damit er das Leben eines Kindes nachhaltig verändern kann.
Das Foto zeigt Frank, der aus ärmlichsten Verhältnissen kommt 
und nun sein Glück kaum fassen kann. Bravo Jack, ich wünsche Dir viel Freude
mit Deinem neuen Freund in Kenya und uns wünsche ich, dass auch andere seinem Beispiel folgen.
Auch wenn nicht jeder gleich ein Patenkind übernehmen kann,
denkt doch bitte darüber nach, eine Spende für die Kinder in unserer Schule zu schicken.
Der Verein www.kenyanchildrenhelp.ch erstellt gerne Geschenkkarten 
für jeden beliebigen Betrag.
Ziemlich sicher macht Ihr auch damit Freunden oder Verwandten eine Freude.
Herzlichen Dank für Eure Unterstützung und einen schönen November. 

Montag, 3. Oktober 2016

Die letzten Wochen werden wir nie vergessen

Bevor die Kolonialisten den afrikanischen Kontinent eroberten, kannte man unsere Zeitrechnung nicht. Und trotzdem wusste jeder, wann etwas passiert war, in dem man einfach beschrieb, was sich ereignet hatte. Das würde dann wohl ungefähr so lauten: Der Winter in dem es extrem kalt war, täglich Kinder zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden mussten und das Internet selten funktionierte. Und dann kamen plötzlich viele weisse Besucher.
Zuerst kam Tanja, eine sehr liebe Familien Freundin, man könnte fast sagen sie ist für mich wie eine Enkelin. Für ihr Diplom muss sie eine Projekt Arbeit machen und wählte unsere Schule als ihr Projekt aus. Sie traf auch noch kurz auf Philip, unserem ehemaligen Schulleiter.
Dieser flog inzwischen zurück nach Kanada
Wiederum hatten unsere Kinder schöne Willkommensplakate gemacht.




Manche sind nur für einen Kurzbesuch bei uns, Tanja, Annina und Sonja, fühlen sich bei uns zu Hause . Die beiden Mädchen sind gerne in der Schule um möglichst viel Zeit mir ihren Freundinnen zu verbringen. Sonja ist Musiklehrerin, sie hat ein ganz tolles Programm zusammengestellt um allen in relativ kurzer Zeit das Handharmonika spielen beizubringen. Unglaublich, wie rasch die Kinder das lernen und welche Freude auch alle Lehrkräfte daran haben.

In Afrika ist man gastfreundlich, so machte unsere Lehrerin Prudence, zusammen mit den Kinder, ein Kunstwerk aus einen umgefallenen Baumstamm, um Gäste willkommen zu heissen.
Und dann kam mit der CONDOR die Spende der wunderbaren Wolldecken, über die wir sehr, sehr froh und dankbar sind. Mehrere Kinder mussten sich bis anhin eine teilen, wir konnten uns keine leisten. Mein Spruch, wenn jemand fragt wie es geht, ist jeweils "wir haben kein Geld, kein Wasser, keinen Telefonempfang, unzuverlässiges, aber teures Internet, aber es geht uns gut.
Fährt man vom Flughafen zurück nach Voi, so wie ich mit den Wolldecken, dann erkennt man, was man in Kenia unter einem "highway" versteht. Gut durchgeschüttelt und verdreckt kommt man dann nach etlichen Stunden wieder in der Schule an.

Mit dem Bau der zusätzlich geforderten Latrinen für die Primarschule sind wir nun in der Endphase. Eine liebe Patin half uns mit einer Spende um die Fertigstellung zu realisiern. 
Wir bedanken uns sehr herzlich.
Die wasserundurchlässigen Überzüge für die Matratzen, konnte ich in Mombasa finden, jetzt braucht es noch neue Matratzen. Die meisten unserer Kinder sind Bettnässer. So halten die Matratzen jeweils nicht lange. Wenn man bedenkt, dass viele zu Hause kein Bett haben und sich nachts nicht vor die Hütte getrauen, weiss man auch, warum es viel Aufwand und Geduld braucht, um ihnen das abzugewöhnen.
Mit diesem Foto versuchen wir durch crowd funding bei M-Changa, Geld für unsere Bibliothek zu erhalten. Wenn etwas gut funktioniert in Kenia, dann ist es das Bezahlen oder senden von Geld via M-Pesa auf das Telefon, ein toller Service von Safaricom. Sogar aus dem Ausland kann man mit der Visa Karte, durch WorldRemit auf unser Handy Geld senden. Da hier jeder denkt, dass man automatisch sehr reich ist, wenn man eine weisse Hautfarbe hat, eröffneten wir das fundraising auf den Namen unseres Lehrer Roman Jembe, der durch die ausserordentlich Leistungen in Handball, im ganzen Land bekannt ist.
Zu befürchten ist allerdings, dass man auch weiss, dass ich eine muzungu (Weisse) bin.

Unsere Mädchen erklären wie dringend sie einen Schlaftrakt brauchen, aber sooo viele andere Gebäude und Einrichtungen werden bis anfangs nächstes Jahres gebraucht , damit wir die Form 2 der Secondary School beginnen können. Wird es uns gelingen, oder müssen wir den Traum unserer weiterführenden Schule aufgeben?
Mit Eurer Unterstützung können wir es vielleicht schaffen, die dringendsten Bauten und Einrichtungen zu realisieren. Die Buben haben sich bereit erklärt, in ihrem provisorischen Schlafraum noch enger zusammen zu rücken, sie wollen so gerne weiterhin unsere Schule besuchen.
Wir hoffen, beten und wünschen uns ganz fest, dass es gelingt die Secondary School weiterzuführen und danken ganz, ganz herzlich für Eure Hilfe.
Wie ein afrikanisches Sprichwort so schön sagt:

Wenn viele kleine Menschen viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.

Montag, 29. August 2016

Inspektionstour

Trotz kräftigem Wind überzeuge ich mich davon, ob alles für den morgigen Schulbeginn bereit ist, Gelegentlich gibt es einzelne Regentropfen, die sich wie Hagelkörner anfühlen
Zuerst treffen wir auf Friedah, die matron der Secondary School
Wie alle anderen Angestellten, ist sie stets bereit überall zu helfen, so trifft man sie
sowohl in der Küche der Primarschule und der Sekundarschule an.
Aber auch bei der aufwenigen Reinigung aller Schlafräume der Kinder, hat sie fleissig
mitgewirkt. Täglich werden die Leintücher, Wolldecken, Schuluniformen und
alles andere gewaschen. Und trotzdem hatten sich besonders in den Buben Schlafräumen wieder 
tausende Wanzen eingenistet. Rein überall krabbelten sie herum. Etliche Matratzen mussten verbrannt werden, alle Betten wurden hinausgestellt, sowohl Räume wie Betten wurden
3 mal gesprayt,  jede kleinste Ritze hoffentlich entdeckt. 
Die Farbe ist aufgebraucht, so können die Pinsel jetzt gereinigt werden und 
auf ihren nächsten Einsatz warten.
Alle Räume sehen wieder schön aus, hoffen wir dass es wenigstens ein paar
Wochen anhält. Der Staub den der Wind überall hineinweht, bringt es mit sich, dass wir
während der Ferien stets viel zu tun haben.
Übernimm eine Patenschaft für ein Kind und Du veränderst damit ein Leben für immer!!
Ein schönes Beispiel dafür ist Naomi, die nun die 7. Klasse besucht. 
Sie wurde von Kinderarbeit gerettet. Das hat unser  Direktor für das Bildungswesen gut gemacht.
Aber da es hier niemand gibt, der solche Kinder aufnimmt, wurde sie natürlich zu uns gebracht.
Sie kommt aus dem Nordwesten  Kenias, ist ein Waisenkind und wurde von Verwandten
an Bekannte in Voi übergeben. Niemand hatte Geld um sie zu ernähren, so musste sie sich das Essen
 schon früh selbst verdienen. Jetzt möchte sie Ärztin werden.
Am Anfang war sie eher ängstlich, sie hatte ja nur die 1. Klasse besucht bevor ihre Mutter
verstarb; Vater unbekannt, jetzt ist sie sehr glücklich hier. Und ihre Patentante Sabine gibt ihr die Sicherheit,dass sie die ganze Schulbildung bei uns auch beenden kann. Trotz Ferien lernt sie fleissig, ihr Strahlen erzählt mehr als Worte.
Die Grabungsarbeiten für den Septic Tank sind fertig, das erfordert Muskelkraft bei dem 
wirklich steinharten Boden. Jetzt noch ausbetoniert und mit einer Decke versehen und dann kann er 
seinen Zweck erfüllen. Schrecklich, dass man hier so etwas wie Kanalisation nicht kennt.
Immer wieder müssen die "Jauchen Laster" kommen und mit dicken Rohren diese Tanks leeren.
Lästig wird es vor allem wenn Kinder Schuhe und andere Gegenstände in die Latrinen werfen,
dann muss alles aufgespitzt und mit Kübeln entleert werden.
Die von Japan an diesem Wochenende an der Messe in Nairobi vorgestellte "Green Toilet"  
wären eine tolle Lösung für etliche Probleme.
Der Rundgang geht weiter, beim Sportplatz denke ich an eine Skulptur, wenn ich die Überreste des
umgestürzten Baumes sehe. Wäre doch geeignet um ein Kunstwerk mit den Kindern daraus machen

Wie fruchtbar unser Boden ist, sieht man in der Nähe des Speisesaals der Secondary School.
Beim Abspülen der Teller kamen wohl Samen mit, so wachsen nun Wassermelonen und Tomaten.
Über das Wasser das aus dem Duschraum der Mädchen fliesst, freuen sich hier:  Bambus, Zuckerrohr,
einige Bananenbäume und spinatähnliches Gemüse.

Das Duschwasser der Zimmer in dem die Lehrer wohnen, fliesst ins Freie. Dadurch können
Papayabäume, Sträucher und Blumen gedeihen.
Diesem schönen Baum kann auch die Trockenheit nichts anhaben, ich bewundere ihn immer wieder.
  In der grossen Frucht sind eine Art Nüsse. Das Äussere der Nüsse ist nicht einfach zu knacken,
hat man es geschafft, merkt man, die Arbeit hat gelohnt. Die Nüsse sind eine Delikatesse, und
eine Zeitlang kann man sicher überleben, wenn keine anderen Nahrungsmittel mehr zu finden sind.
Diese Bäume hingegen sind nicht besonders stabil, sind sie in einer Gruppe zusammen
können sie länger leben, ansonsten fallen sie starken Winden und Trockenheit zum Opfer.
Den Vögel macht das nichts, momentan sind alle diese Bäumer voller Vogelnester.
Der Frühling kann kommen, die Häuser für den Nachwuchs sind bereit.
Und Obelix kommt noch zu meinem Haus um einige Kisten Bücher für die Schule
abzuholen. Natürlich erhält er etwas Brot als Dank für seine wertvolle Hilfe
Für den Schulbeginn sind wir gerüstet und Philip, unser ehemaliger Schulleiter kommt
sich verabschieden. Er will ein paar Wochen in Dabaab, dem grössten Flüchtlichgslager
der Welt  recherchieren.  Dies im Auftrag seiner Universität in Kanada.  
Unsere Regierung verlangt dass das  Flüchtlingslager bis Ende Jahr geschlossen sein muss.
Eine schwierige Situation für die Somali, die da leben. Viele von ihnen sind seit
30 Jahren hier, wurden hier geboren und durften das Lager noch nie verlassen.
Sie haben absolut keinen Bezug zu Somalia mehr. Es ist zu befürchten, dass sie
die gleichen Schrecken erleben, wie die Menschen in Süd Sudan.
Männer un Buben könnten zwangsrekrutiert werden, Frauen und Mädchen
zwangsverheiratet. Überall macht man sich Gedanken, wie man diesen Menschen helfen
kann, die dem Grauen eines Krieges entflohen waren. Die meisten sind entwurzelt,
kennen nur das Leben im Lager. Ich darf gar nicht zu viel an all das Leid denken,
das unschuldigen Menschen immer wieder zugefügt wird.

So gehe ich lieber wieder hinüber in unsere Schule, etliche Kinder sind wieder eingetroffen, die Lehrkräfte sind auch alle da, es wird gelacht und erzählt, richtig wohltuend. Ich wünsche mir, dass wir mit Eurer Hilfe erreichen, möglichst vielen Kindern eine Zukunft zu geben.  

Herzlichen Dank für Eure Unterstützung!!