Mittwoch, 19. April 2017

Ostergeschichten

In Kenya feiern die Leute Ostern, indem sie den ganzen Tag in der Kirche sind
und dabei richtig in Ekstase geraten. Sicher ist nichts falsch daran, dass man so fest
auf Gott vertraut. Aber wenn es soweit geht, dass man nicht einmal versucht selber etwas zu verändern, dann passiert nichts.
Eine Großmutter aus Mombasa, handelte. Sie brachte einen Buben zu uns, der gute Ruf 
unserer Schule hatte sie erreicht. Und sie hoffte, dass wir eine Patenschaft für ihn finden.
Das ist Maurice Beja, ihr Enkel, der momentan die 2. Klasse bei uns besucht und Bestnoten 
in allen Fächern erhält.
Am Karfreitag erhielt ich Besuch von lieben Freunden aus Nairobi, die mich jedes Mal besuchen,
wenn sie an die Küste fahren und uns dabei jeweils eine Spende überreichen.
Dieses Mal erklärten sie sich sogar bereit, eine Patenschaft für ein Waisenkind zu übernehmen,
welches gute Noten hat, damit sie das Kind unterstützen können bis zum Abschluss in einer
Universität. Sie wollen dem Kind auch alles kaufen, was es braucht, wie Bücher und Uniformen.
So schlug ich ihnen diesen Buben vor, gestand aber, dass ich nicht sicher sei, ob er ein Waisenkind 
 sei.Sie haben sofort zugestimmt und ihre 2 Kinder freuten sich über einen weiteren Bruder. Als wir die Grossmutter orientierten, erfuhren wir erst die ganze Geschichte des Buben. Ihr Sohn und ein Mädchen, waren beide noch in der Primarschule, sie waren nicht aufgeklärt und wussten nicht, wie Kinder gezeugt werden. Das Mädchen war 13 Jahre alt, als es den Buben gebar, er wurde der Mutter des Buben übergeben, die sich bereit erklärte zu ihm zu schauen. Sie hielt das Baby an ihre Brust und nach 3 Tagen schoss tatsächlich Milch hinein, so konnte sie den Kleinen säugen, bis er einen Schoppen vertrug. Von den Eltern verlangte sie lediglich, dass sie unterschreiben, dass sie nie Anspruch auf den Buben erheben werden. Was wohl richtig war, der Sohn hat inzwischen die Sekundarschule beendet, ist ein Taugenichts und das Mädchen ist noch auf einem College, sie hat sich nie nach ihrem Sohn erkundigt. 
Diese Großmutter ist selber arm, aber voller Liebe zu dem Kind. Ihren Lebensunterhalt
verdient sie, indem sie Fisch kauft, diesen zubereitet und dann wieder verkauft.
Für sie war Ostern ein Freudenfest. Sie ist glücklich, dass sie den Buben zu uns gebracht hat.
Wir sind glücklich und dankbar, dass wir Wasser haben, so können wir morgens und abends
die Bäume und Pflanzen bewässern. Der Regen hat uns dieses Jahr wieder vergessen.
Unsere Enten freuen sich über ihren swimming pool. Damit Bäume und Blumen gepflanzt werden
können, bekamen Hühner und Enten neue Gehege, sie haben sich gut eingelebt.
Eine lustige Nachricht las ich heute früh. In Kisumu, in einem Park, wollte der Präsident eine
Ansprache halten. Alle waren bereit, da entdeckte jemand eine Schlange. Kein Riesending, anscheinend, wohl nur die Größe dieser, mit der unsere Katze spielt. 
Die Angst vor Schlangen, ist in diesem Land schier unglaublich. 
Panik brach aus und alle stoben davon.
Hier noch eine Erinnerung an unseren Benefiz Anlass am 18. Mai in der
Konzertfabrik Kofmehl in Solothurn.
Abgesehen davon, dass Ihr uns unterstützt, die Einnahmen durch den Ticket Verkauf
gehen vollumfänglich an unseren Verein www.kenyanchildrenhelp.ch,
wird es ein unvergessliches Erlebnis, mit der Crème de la Crème der Musikszene.

Ich freue mich auf Euch 

Samstag, 25. März 2017

Wichtige Ereignisse und interessante Begegnungen

Nach unzähligen Sitzungen, Besprechungen und Inspektionen, ist es uns gestern gelungen
alle erforderlichen Unterlagen abzugeben für die Registrierung der 
Voi White House Secondary School.
Die Unterlagen mussten 3 fach ausgefertigt und abgestempelt sein, Nun ist in Voi das
Kopierpapier ausgegangen, so viel mussten wir kaufen, aber Nachschub sei bestellt.
Es liegt wohl nicht nur daran, dass wir viel printing paper kaufen mussten, dieses ist momentan
Mangelware in Voi.
Die vorgeschriebenen baulichen Veränderungen wurden vorgenommen und das
ebenfalls vorgeschriebene "Board of Management" hatte heute seine 1. Sitzung
Es gelang uns sehr kompetente Mitglieder zu finden, die unsere noch junge Schule
mit Rat und Tat unterstützen wollen. Alles erfahren Leute aus dem Bildungssektor.
 Während der Sitzung wurden Chai und Mandazi serviert. Und alle wollten unser 
köstliches Wasser testen - auch dieses stiess auf Begeisterung.
 Beeindruckend fanden sie auch die Art, wie unser Gemüsegarten angelegt ist.
Während einer Reise durch Israel, vor vielen, vielen Jahren, lernte ich doch auch etwas,
was ich positiv empfand in diesem kargen Land. Und zwar, wie man erfolgreich Gemüse
pflanzen kann, in einem sehr trockenen Klima
Im Saatbeet wachsen die Pflänzlinge, so mussten wir schnell ein Geheg für unsere Hühner anfertigen.
Nachdem sie die Pflanzen und Blumen  in der Primarschule gefressen hatten, schritten wir zur Tat.
Hühner und Enten haben ein neues zu Hause, Gemüse kann nun gepflanzt werden,
unser Rundgang mit dem "board of the management" ging weiter.

 Auch der provisorische Schlafsaal der Buben wurde angeschaut. Er ist im Grunde genommen
sehr schön und gemütlich, aber wir sind als eine Privatschule registriert sind, so wird Luxus erwartet.
Ein Anwalt und weitere Mitglieder von Ripples International befinden sich auf einem
peace walk. Täglich marschieren sie 40 km. In Lunga Lunga an der Grenze zu Tanzania fing ihr
walk an; Endstation ist Moyale, an der Grenze zu Äthiopien. Nach den Gesprächen mit diesen interessanten Menschen, verstehe ich, warum wir als Privatschule registriert sind.

 Um 3 Monate lang in diesen einfachen Zelten zu übernachten und solche Strecken auf
sich zu nehmen, dazu braucht es einen starken Willen. Hoffen wir, dass ihr Marsch etwas bewirkt und die bevorstehenden Wahlen, im August, einigermassen friedlich verlaufen.
Das sind die Leute vom Kenyan Forest Research center. Sie kommen uns oft besuchen,
der von ihnen bei uns angelegte Wald, wächst von all den Wäldern am besten.
Wenn ich ihnen erkläre, dass auch Tiere und Bäume Seelen haben, wurde ich anfangs
belächelt. Langsam glauben sie es mir - bei  Besuchen merken sie, dass ich mit ihnen spreche.
Sie baten mich, ihnen zu erlauben, Dorfbewohner und Schulen zu uns einzuladen,
um ihnen die Wichtigkeit von Bäumen näher zu bringen und zu erklären wie gepflanzt wird..

 Ihr Vortrag stiess auf grosses Interesse, alle hörten interessiert zu und stellten Fragen
Zum Schluss gab es für alle Sodas und Brot, das genossen gross und klein. Manche unserer
Mädchen haben noch farbige, künstliche Haare eingeflochten.
Sie haben alle Wettbewerbe in Drama und traditionellen Tänzen auf regionaler Ebene
gewonnen, sie dürfen nun weiter, an die nationalen Ausscheidungen in Kisumu.
Eine Freundin will mir für die beiden Welpen Magic und Masha, schön bestickte Halsbänder
anfertigen lassen bei einem Schneider. Nach den Sitzungen, bei dem das Handy ausgeschaltet
sein muss, sah ich fast 50 versuchte Anrufe von ihr. Sie wollte den Halsumfang der beiden
Jungs wissen; sie kann nicht verstehen, dass so etwas wichtiges, nicht Vorrang hat.
Noch immer suchen wir für viele Kinder in der Primarschule und in der Sekundarschule,
liebevolle Paten, die bereit sind das Leben eines armes Kindes für immer nachhaltig zu verändern.
Dieser süsse Junge ist nur einer davon.
Bei uns ist es immer noch heiss, aber es kommt langsam Wind auf, der macht die Temperaturen
erträglicher.
Vogelgezwitscher und Kinderlachen, Singen und Trommeln verschönern hier den Sonntag.
Wo immer Ihr auch seid, ich wünsche auch Euch einen wunderschönen Tag, geniesst ihn!

Sonntag, 12. März 2017

Eine Patenschaft bei Kenyan Children Help macht Freude

Es wurde uns schon mehrfacht bestätigt, dass sich Paten und Patinnen über die Post
von ihren Kindern freuen und etliche davon kommen diese auch gelegentlich besuchen
Gestern sahen sich Stanley und seine Paten das erste Mal. Die Freude stand
allen in die Gesichter geschrieben, sie unterhielten sich prächtig, machten eine
Mathematikstunde mit und wären am liebsten noch länger geblieben
Es war herzerwärmend wie sie davon geschwärmt haben, welche Freude ihnen
das bereitet hat.
Ein wenig speziell ist unser Verein wirklich, es fallen keine Kosten an für
Administration, alle arbeiten ehrenamtlich und bezahlen sogar die Auslagen selber.
Dazu gehören auch die Flugkosten, die von jedem selbst bezahlt wird. 
So kann man sicher sein, dass jeder Betrag der gespendet wird, vollumfänglich ankommt.
Ausserdem erhalten alle an Ostern und Weihnachten eine selbstgebstelte Karte, mit
Glückwünschen, Zeugnisresultate lege ich bei. 
Und es ist allen freigestellt, ob sie antworten wollen, oder Briefe schreiben, oder sich
einfach nur freuen. Alle Post wird beantwortet, sofern sie ankommt. 
Pakete gehen sehr oft verloren, aber auch Briefe, wenn sie einen Inhalt haben.
Auch wenn wir hier sehr einfach leben, wie dieser Windrichtungsanzeiger beweist, 
achten wir darauf, dass die Kinder anständige Kleider haben zum Anziehen.
Diesen Monat erhielt ein Teil der Kinder in der Primarschule neue T Shirts und Pyjamas,
letzten Monat waren es die in der Sekundarschule.
Da alles fast täglich von Hand in grossen gemauerten Waschzubern, gewaschen werden muss,
muss natürlich oft nachbestellt werden. Dasselbe gilt auch für Matratzen und Plastikstühle; auch die haben eine begrenzte Lebensdauer.
Der Verschleiss ist gross. Sogar Kochtöpfe brennen durch und müssen ersetzt werden.
Unsere Schauspiel- und Tanzperformance wurde dieses Jahr überall bejubelt.
Alle sind begeistert - kann sein dass der Drehbuchautor das richtige Thema gewählt hat?
Es handelt von Wahlen. Und da dieses Jahr im August Wahlen durchgeführt werden, dreht sich
seit Monaten im ganzen Land, alles darum. Ständig wird getourt, alle sind aus auf Stimmenfang.
Würde nur die Hälfte des Geldes welches dafür ausgegeben wird, für Nahrung oder Wasser für die
notleidende Bevölkerung ausgegeben, müsste niemand in Ostafrika, wo eine
lange Dürreperiode herrscht, verhungern oder verdursten.
Der Mond war so hell letzte Nacht, man brauchte keine Beleuchtung. Der Himmel ist klar, es
kann noch ein wenig dauern bis es wieder einmal regnet.

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und sende liebe Grüsse aus Kenya!

Sonntag, 5. März 2017

Ein Sonntag, der wieder einmal zu schnell vorbei ging

Der Tag hat einfach zu wenig Stunden, vor allem wenn so vieles 
geplant und durchgeführt werden soll
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Es wurde ja verlangt, dass wir einen Pfarrer anstellen. Nichts leichter als das, unser Mr. Dickson ist 
ein Pastor und so kann jeweils er den Gottesdienst am  Sonntag, gestalten.
Man kann wählen ob man die christliche Religion oder den Islam in einer Schule als 
Prüfungsfach will. Obwohl wir beide Religionen unterrichten, ist das Prüfungsfach C.R.E.
Niemand hat ein Problem damit, denn die Moslems können in ihrem eigenen Gebetsraum beten.
Und ich versuche mich richtig zu kleiden, wenn Verwandte unsere Kinder besuchen.
Nobody is perfect - ich vergass die Haare total zu verbergen, aber mein Versuch 
wurde geschätzt und belächelt.

Heute musste ich ein Foto das ich auf einer externen disc gespeichert hatte, suchen.
Dabei fand ich auch diese Fotos und denke es könnte lustig sein für langjährige Patinnen
ihr Kind wieder zu erkennen. Wer wagt den Versuch?
Die Schule war damals noch in Mackinnon Road.
Die Hitze ist unerträglich, ich wage mich nicht ohne Kopfbedeckung an die Sonne,
aber unsere kleinen Fussballkünstler kämpfen gegen eine Mannschaft aus der Region.
Diese sind ihnen zwar körperlich überlegen, werden aber mit 7:2 geschlagen.
Dan liess es sich nicht nehmen, auf einen Baum zu klettern um alles im Blick zu haben.
Der Ast war zu dürr, er fiel herunter und nun war Dickson nicht mehr Pastor, sondern der Chauffeur, der ihn in eine private Klinik bringen musste. Die Ärzte streiken ja immer noch.
Es scheint "nur" ein gebrochener Arm zu sein, aber er kann während 
der Nacht bleiben zur Beobachtung.
Das ist der Magic Rock in Talio, hier auch Goe genannt. Um ihn ranken sich viele Geschichten,
aus der Zeit als noch Sklavenhändler unterwegs waren und die Bevölkerung in Höhlen
wohnte um sich nicht fangen zu lassen. Und wie Verräter bestraft wurden, etc.;
die Erzählungen der alten Leute, die vieles noch von Urahnen wissen, sind spannend. Der Fels enthält viel Quecksilber und wenn ein Blitz einschlägt, entsteht ein grosses Feuer, Letzte Woche traf das erste Mal sei ich in Kenia wohne, ein Blitz den Felsen.  Das glühende Feuer mit hohen, oft weisslichen Flamen sahen wir nächtelang, es war eindrücklich. 
Unser lieber DEO Machora erzählte im Fernsehen von
einem Vulkanausbruch - die Tageszeitungen schrieben, es gäbe keine Zeichen einer 
vulkanischen Tätigkeit, aber wenige können sich erklären was wirklich passierte.

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Hier noch eine kleine Kostprobe eines unserer Theaterstücke, die wir morgen aufführen in Voi.
Sicher werden sie wieder gewinnen und so haben wir wieder einen Grund zum Feiern.
Unsere liebe Freundin  Brige Geisser, ist eine talentierte Musikerin, sie war so begeistert von dem was sie sah, als sie mich besuchte. Kaum wieder zu Hause, trommelte sie alle Grössen der Schweizer
Musikszene zusammen um einen Benefizanlass für uns zu organisieren.
Das kann ich mir nicht entgehen lassen, ich freue mich sehr darauf und hoffe
alle meine Freunde am 18. Mai im Kofmehl zu sehen. 
Grossartig, was eine Person bewirken kann, wenn sie wirklich will, danke Brige!
Ich schrieb heute schon einer Frau, die ich seit langem kenne und bewundere:
Frauen an die Macht!!
Das soll aber nicht gegen die grossartigen Männer sein, die wir brauchen und bewundern,
trotzdem denke ich dass in afrikanischen Ländern vielleicht ein Umdenken stattfinden könnte,
wenn Frauen mehr zu sagen hätten.

Danke auch an alle anderen für Eure Unterstützung und ich freue mich auf ein Wiedersehen in der Schweiz!


Freitag, 24. Februar 2017

Schauspielunterricht und andere Aktivitäten

Morgen hätten unsere kleinen Schauspieler/innen in Voi 2 Theaterstücke aufführen sollen.
Der dafür vorgesehene Saal wird nun aber für politische Aktivitäten gebraucht,
so können sie voraussichtlich am Montag auftreten.
Im Speisesaal werden die Kulissen frisch bemalt.
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Und in der 8. Klasse erhalten die Kinder Schauspielunterricht von Mr. Josef. Dieser wird
morgen mit 2 Filmteams kommen und die 2 Schauspiele aufnehmen, eins in Englisch, 
eins in Kiswahili. aber auch die Geburtstagsfeier
wird integriert sein und das Leben hier bei uns in der Schule.
Zu diesem Schritt entschlossen wir uns, da im ganzen Land alle im politischen Fieber
sind wegen der Wahlen im August. Das Gute daran ist, wir brauchen somit nur ein Mal 
in Voi auftreten. Da wir sicher weiterkommen, müssen wir nicht Transporte organisieren
um in den verschiedenen Landesteilen aufzutreten. Es reicht, wenn der Film geschickt wird.
Natürlich erhalten wir die CD davon, können Kopien machen und diese dann
an Interessierte verkaufen. 
Unser Kuchenkünstler Osbone ist bereits wieder am Kuchen backen!
Am Morgen erhielten die Kinder Naturkunde Unterricht auf dem Gelände. Bei den
vielen verschiedenen Baumarten die wir haben, kann er die idealen Bedingungen für die diversen
Arten gut an Beispielen erklären.
Unsere Welpen Magic und Masha erhalten ihre erste Impfung
Der Gemüsegarten ist vorbereitet. Da wir sparsam mit Wasser umgehen wollen,
haben wir ihn so angelegt wie ich es in Israel sah, das heisst, eine Plastikfolie
verhindert dass zu viel Wasser einfach im Boden versickert.
Bevor wir die Saatbeete anfangen, müssen noch die Hühner ein Gehege bekommen.
Inzwischen haben wir überall Blumen und Pflanzen, aber Hühner sind genau so schlimm
wie Ziegen, sie zupfen alle Blätter ab.
Der control room für die Solarpumpe sieht doch gut aus und unser "Doctor" Banda hat
alles im Griff. Man kann von Solar auf Strom umstellen, falls nötig.
Nachdem immer noch nicht klar ist, wo wir unsere sign boards aufstellen dürfen,
befestigten wir den banner am Administrationsgebäude.
Ist doch wichtig zu sehen, wer uns zu dem nassen Segen verhalf! 
Sicher kein Kenianer, eher ein "Indianer"
Die Kleinen zeichnen und spielen gerne im Sand
Und die Grossen entweder auf dem Handball - Fussball- oder Volleyballfeld.
Alle sind zufrieden, es ist schön ihre strahlenden Gesichter zu sehen.
Im Bildungsministerium wird diskutiert, ob wohl mehr Kinder Unterreicht erhalten
könnten, wenn die Prüfungsbögen nicht mehr bezahlt werden müssten.
Den hohen Herren scheint nicht bekannt zu sein, dass Menschen verhungern wegen
der Dürre, wie sollen sie auch nur eine Uniform oder Schuhe kaufen 
können für die Kinder?
Leider ist es wohl überall so, dass Gesetze gemacht werden um sich gegenseitig
Vorteile zu verschaffen, die arme Bevölkerung bleibt leider unbeachtet.

Daher danke ich wieder einmal allen sehr herzlich dafür, dass Ihr uns dabei unterstützt den Ärmsten der Armen eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Ihnen ein liebevolles zu Hause zu geben und noch dazu durch Spenden helft,  damit die verschiedenen Talente der Kinder entwickelt und erforscht werden können.

Sonntag, 12. Februar 2017

Die Zeit der Wettbewerbe hat begonnen

Im ersten Term eines neuen Schuljahres finden Wettbewerbe statt, sowohl im Sport,
wie auch in Gesang, Tanz, Gedichte vortragen und Theater spielen (hier Drama genannt).
Es muss sich  nicht um ein Drama handeln, es kann auch eine Komödie sein.
Unser Drehbuchautor und Regisseur Philip Kidelo bespricht mit der Schauspielgruppe
sein neues Stück, es heisst "Flowerbed". Der Titel ist bereits sehr schön, ich bin sicher
dass sie wieder Erfolg haben werden.
Die Champions im Handball fuhren vor 2 Tagen nach Shanzu, haben gekämpft
und wie üblich, gesiegt.
Die hübschen T Shirts, blau für Buben und pink für Mädchen, hat eine liebe
Besucherin gespendet. Diese passen ausgezeichnet zu den Trainingsanzügen,
werden heiss geliebt und gerne getragen. Teenager freuen sich doch immer,
wenn sie etwas Besonderes zum Anziehen haben.
Gestern bereitete ein langjähriger, lieber Freund den Kindern eine grosse Freude.
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Bob, bringt uns jedes Mal wenn er auf seinem Weg in die Taira Hills ist, viele Sachen
mit für die Schule, wie Übungshefte, Waschpulver, Reinigungsmittel, etc.
Dieses Mal kam er mit dem Entschluss die Patenschaft für ein Kind zu übernehmen.
Die Liste für die Kinder für die wir Patenschaften suchen, ist lang. Ich ging sie mit ihm
durch. Als ich zu Abigeal kam, dem Waisenkind, das noch nie Schuhe oder Socken 
hatte, erzählte ich ihm, wie sie sich wehrte als wir versuchten ihr die Socken
wieder abzuziehen, welche zu gross für sie waren, um ihr kleinere anzuprobieren. 
Da entschloss er sich gleich der Patenonkel für dieses Mädchen zu sein.
Er hatte auch viele Äpfel gebracht, so konnten sich alle Kinder über etwas freuen. 
Sie sangenvoller Begeisterung für ihn.
Diese Grossmutter ist so rührend. Wir beschäftitgen ihren Enkel während der Ferien, damit 
er die Kosten für die Secondary School in Mwambiti mit dem Verdienst bezahlen konnte. 
Simon arbeitete wirklich sehr fleissig und kommt uns auch gerne besuchen.
Inzwischen war auch ihre Tochter gestorben und hat ihr die kleine Grace hinterlassen, 
Sie hat selber hat kaum genug um zu überleben.
So nahmen wir ihre Enkelin Grace auf in unserer Schule. Auch für sie suchen wir eine Patenschaft.
Die zahnlose Frau bedankte sich überschwenglich und brachte mir 3 Eier, 
Das war alles was sie besass.
Die Leute hier sind so dankbar dass es unsere Schule gibt, immer wieder sagen sie uns, wie sie
das schätzen. Die Kinder würden sonst als Strassenkinder enden.
Von den Behörden bekommen wir allerdings oft etwas schräge Befehle. So mussten wir
alle sign posts an der Strasse entfernen. 30 m entfernt von der Strasse dürfen wir sie
wieder anbringen, hiess es. Solche Anordnungen nehmen wir entgegen und warten
bis sie wieder geändert werden. 
Lebt man in diesem Land, weiss man schnell einmal, dass es nicht möglich ist, etwas für einen
Tag oder event zu planen. Es kommt immer etwas dazwischen, Gesetze kommen heraus
und werden dann wieder abgeändert. Man wird zu meetings gerufen, die dann nicht stattfinden.
All das ist Alltag und bringt uns oft zum Schmunzeln.
Traurig stimmt uns hingegen, dass viele Menschen verhungern. Die Dürre ist wirklich schlimm
und trifft natürlich wieder die Armen.

Durch den change over kann Wasser auch nachts gepumpt werden und an wolkingen Tagen.
Die elektrischen Leitungen sind nun auch verlegt, alles funktioniert perfekt.
Trotzdem ist es sicherer dass wir Sonne haben, als dass der Strom funktioniert.
Gerne würden wir allen Menschen helfen, leider ist uns das nicht möglich. Aber unsere Arbeiter, 
die aus den umliegenden Dörfern  kommen, dürfen Wasser mit nach Hause nehmen.
Für mehr reicht es leider nicht.
Freunde, die das Land auch seit Jahrzehnten kennen, fragen sich, was wohl aus
diesem ehemaligen Paradies einmal wird.
Wir können nur hoffen  dass sich alles wieder einmal zum Besseren verändert,
unsere Liebe zu Land und Leuten ist ungebrochen.

Die Ärmsten der Armen brauchen unsere Hilfe mehr denn jeh.