Mittwoch, 4. April 2018

Der 1. Term 2018 ist zu Ende

Und schon ist der 1. Term dieses Jahres zu Ende. Gestern hatten wir eine schöne
Abschlussfeier, die 3 besten jeder Klasse erhielten jeweils einen Preis
Und alle kommen noch einmal zu Ole Sonkej zum Friseur

Natürlich gehen nicht alle Kinder nach Hause. Etliche haben kein zu Hause, die Klassen 7 und 8
bleiben hier für 2 Wochen Tution und die Handball Champions trainieren,
weil sie am Samstag für 1 Woche nach Embu zu den Ausscheidungen auf Nationaler Ebene
reisen. Da treffen sich dann die besten aus ganz Kenia

Das sind unsere Jungs und Girls, die Geschichte geschrieben haben, als Handballer.
Das erste Mal sind Buben und Mädchen aus der coast region bei den Nationals vertreten.
Und diese kommen aus einer kleinen, unbekannten Schule in Voi.
Gestern kam ein Bericht in der Sportzeitung über sie, Reporter interessieren sich nun für uns.

Und es gab Ostereier! Sogar die Lehrer hatten Freude am "Eier tütschen"
Gefärbte Eier zu Ostern, kennt man hier eigentlich nicht. Dank Seline Ackermann,
welche Farben mitgebracht hatte, konnten wir genug Eier färben. Natürlich
durften die Kinder dabei zusehen. Hier glaubt man noch fest an witchcraft, daher
war es wichtig, ihnen zu zeigen, dass mit den Eiern alles okay war und keines verhext ist.
 Und auch Geburtstag wurde noch gefeiert, die Kuchen werden immer grösser und besser.
Eigentlich sollte der neue Lehrplan bereits anfangs Januar eingeführt werden.
Aber es war nicht genug Papier vorhanden, um die neuen Bücher zu drucken.
Für die Secondary Schools wurden zwar Bücher herausgegeben, sie enthielten so
viele Fehler, dass den Lehrern empfohlen wurde, sie nach ihrem Wissensstand zu interpretieren.
In Zukunft wird der Kindergarten PP1 und PP2 heissen, die 1. Klasse Grade 1.
Für diese 3 Klassen muss ein genügend grosser Bastelraum, sowie ein Spielplatz
vorhanden sein. Ausserdem sollen dem Alter entsprechende Sportarten  
eingeführt werden, sowie Schwimmunterricht bereits für die Kleinen. Gesang, Tanz und Malen
soll auch früh geübt werden.
Von Grade 2 an, wird dann gelernt. Primarschule ist bis Grade 6, dann
3 Jahre Junior Secondary und 3 Jahre Senior Secondary.
Das ist zumindest momentan geplant, wir werden sehen, was davon umgesetzt wird.
Wiederum hatten wir viele Besucher. Elfriede Tychsen und ihre Tochter Heike
besuchten unsere Massai Kinder, welche sie zum Teil seit ihrer Geburt kennen.
Die Freude der Kinder über die Fotoalben, das jedes von ihnen bekam und in denen 
Bilder aus verschiedenen Stationen ihres Lebens enthalten waren, war unbeschreiblich.
Auch unsere Vorstandsmitglieder Hanna Zbinden und Margrith Ingold kamen uns besuchen,
zusammen mit Li Mülchi, die schon viel für uns erwirkt hat und Horst,
welcher mit seinem Humor und seinem Wissen viel beigetragen hat zur Unterhaltung
Zum ersten Mal waren auch die Mitglieder von Hope e.V. hier um die Kinder
zu besuchen, welche sie in unsere Secondary geschickt haben.
Der Austausch mit diesen tollen Menschen war bereichernd.

Unsere Kleinen kümmert all das was auf sie zukommen soll, herzlich wenig.
Sie freuen sich miteinander, stecken voll Energie und Lebensfreude und so nehmen
wir uns ein Beispiel an ihnen, lassen die Dinge auf uns zukommen und

wünschen unseren Handball teams toi, toi, toi in Embu!




Sonntag, 11. März 2018

Das einzige, was konstant ist, ist Veränderung

Veränderungen gibt es wohl überall, so auch bei uns.
Es ist besser, diese zu akzeptieren, lehnt man sich dagegen auf, handelt man sich Probleme ein.

Inzwischen sind nicht nur unsere Mädchen die besten Handball Spielerinnen, auch unsere Buben gewinnen nun alles. Die Gegner sind zwar grösser und älter, unsere Spieler hingegen benutzen ihr Können Unser Trainer, Roman Jembe, ist nicht nur ein guter Lehrer, er ist auch ein extrem guter coach und ist bei allem, was er tut,voll motiviert und gibt sein bestes.Wir sind stolz darauf, ihn seit Jahren bei uns zu haben,er ist wahrlich eine Bereicherung.Inzwichen hat er mit seinen teams so viele Pokale zu uns gebracht,wir müssen eine neue Vitrine für alle haben.Sport ist wichtig und gut. Es stärkt den Teamgeist, die Disziplin und dasSelbstvertrauen.

Aber daneben ist es ebenso wichtig, dass unsere Kinder gute
gute schulische Noten bekommen. 
Wir sind eine relativ junge Schule und um mehr Erfahrungen zu sammeln, sowohl für die Lehrer, wie auch für die Kinder, haben wir die Kinder der
8. Klasse zum benchmarking (Leistungsvergleich) in eine Schule nach Ukambani geschickt.

Inzwischen ist alles so reguliert, dass man für egal, was, eine Bewilligung braucht.
Verlassen die Kinder unser Schulgelände, füllt man ein eigens für diesen Zweck kreiertes Formular aus, mit allen Angaben der Kinder und Begleitpersonen, des Fahrers, 
den Ort und den Zweck und die Dauer der Reise.
Dagegen ist nichts einzuwenden, nur ist es nicht immer einfach, diejenigen zu finden,
die dieses Formular unterzeichen müssen. Auch wenn man erfährt, in welcher Schule sie gerade sind, darf man nicht einfach in ein Schulgelände hineinmarschieren. Alles ist strengstens geregelt,
so kommt stets ein Wächter mit und passt auf, dass man nur ins Administrationsgebäude geht.
Wenn man die Unterchrift dann endlich hat, kann man zurück ins Büro, dort erhält man dann den Stempel und es kann losgehen.
Der Aufwand hat sich gelohnt, alle kamen nach 2 Tagen hochmotiviert zurück, Mrabu 
erzählt, wie gut es ihnen gefallen hat.
So werden wir als nächste, die Schüler der Secondary School zum benchmarking schicken.

Nicht nur für Schulen gibt es neue Vorschriften, sogar der bei allen Besuchern bekannte und geliebte Gemüsemarkt, wurde verlegt.
Das ehemalig kleine Städtchen wächst rasant, neue Gebäude entstehen, so musste der Markt entlang an den Highway nach Nairobi verlegt werden. Dort wurde sogar eine gedeckte Halle errichtet, sowie verschiedene hübsche Zelte, welche den Anbietern von Gemüse und Früchten, helfen sollten. Aber nicht alle mögen Veränderungen. Ging man zum Markt, verband man dies mit einem Besuch in der Stadt. Und gleichzeitig einem Schwätzchen.
Die nächste Veränderung:
Unsere Schulen waren zwar registriert, aber das erfolgte in Nairobi. Inzwischen kann und muss all das in dem county gemacht werden, in dem man ist. So fangen wir wieder an, alle Unterlagen zu sammeln. Dann müssen wieder die Inspektoren kommen und alles gut heissen.
Ausserdem war vorgesehen, dass dieses Jahr ein neues Schulsystem eingeführt wird. Wir begrüssten das neue System, es ist sehr ähnlich demjenigen, das man in Europa kennt. So könnten die Kinder auch Basteln lernen, Nähen, Stricken, Tischlern, Kochen, etc. 
Schade war kein Papier mehr vorhanden, um neue Bücher zu drucken. Das war wohl alles für die vielen Formulare aufgebraucht, die man nun ausfüllen muss.
Unsere Kleinen kümmert das nicht. Sie lernen mit der Schaukel, die Phipu und Brigitte gebastelt haben, zählen, und haben viel Spass dabei.
Seit Jahren fiel kaum noch Regen. Dieses Jahr jedoch hat er früh eingesetzt. 
So pflanzten wir zwischen die Bäume in unserem Wald "green peas". Voraussichtlich
ergibt es eine gute Ernte und hilft das Menu in der Schule zu bereichern.
Unser Schulbus und der Fahrer finden Anklang. Heute wurde uns mitgeteilt, dass
die Sport Kommission diesen für die kommenden Spiele mieten will.
Wunderbar, sie zahlen natürlich dafür, somit sind die Kosten für den Bus gedeckt.
Unsere süssen Kleinen kümmert all das, noch nicht. Sie wachsen mit Neuerungen auf
und werden somit kein Problem damit haben.
Unsere Mapenzi ist nicht nur eine Ausnahme Handball Spielerin, sie kümmert sich auch liebevoll
um andere. Wie viele andere unserer Kinder, hatte sie ein schweres Leben, bevor sie zu uns kam.
Nicht nur sie, auch alle anderen grossen Kinder, sind stets lieb und
hilfsbereit, wenn sie den Kleinen begegnen.

Das Zusammenleben von grossen und kleinen Kindern, wie auch die Hilfsbereitschaft von Lehrern und Hilfskräften ist ermutingend. 


Sonntag, 18. Februar 2018

Wüstenklima

Die Klimaveränderung macht sich überall bemerkbar. Vor Jahren zählte unsere Region
zur Halbwüste, nun wird es immer mehr zur Wüste.
Das zeigt sich auch an den Temperaturen. Die Tage sind heiss, die Nächte relativ kalt.
So husten viele Kinder. Gehen wir ins Bett, mögen wir uns nicht zudecken, es ist so heiss.
Ab 3 Uhr morgens wird es kalt, mann muss sich zudecken.
Schon beim "morning assembly" brennt die Sonne wieder auf uns herunter und
verspricht uns einen heissen Tag.
Die Kleinen lieben es, wenn ich sie in die "baby class" bringe
Unsere langjährige Lehrerin Neema, weiss sehr gut, wie sie mit den noch 
sehr kleinen Kindern umgehen muss.
Momentan stehen wir vor einer neuen Herausforderung. NEMIS heisst ein neues
Programm, welches eine Registrierung aller Kinder ermöglichen soll. 
Dazu würde man von allen Kindern die Geburtsurkunde brauchen. Für uns ist das nicht
einfach, oft werden uns Waisenkinder gebracht und niemand weiss, wo und wann die
Kinder das Licht der Welt erblickten.
So sassen wir gestern Abend mit allen Lehrkräften auf der Dachterrasse zusammen und
diskutieren, wie wir das lösen können. Aber auch, wie wir erreichen, dass alle Kinder
eine genügend gute Note bekommen, um eine Berufsausbildung machen zu können.
Das "benchmarking" ist sicher eine Hilfe dafür. Da wir nun einen Bus haben, können wir
Kinder in andere Schulen bringen, um zu sehen, wie es dort gemacht wird. 
Auch die Kinder können sich orientieren.
 Und ebenso wichtig ist es für die Lehrer, Erfahrungen auszutauschen.
 So wurde gestern Abend fleissig diskutiert, bei  angenehmen Temperaturen
 in luftiger Höhe.
Neue Lehrkräfte konnten sich vorstellen und sich mit den langjährigen Kollegen austauschen.
Solche Begegnungen sind immer wieder hilfreich und helfen bei der Teambildung.
Michael Kilanga hat wieder einmal bewiesen, dass er ein guter Koch ist. Sein Huhn mit Ugali
wurde gerühmt.
Das Termomether zeigte auch nach dem Nachtessen, noch hohe Temperaturen an. 
Wir haben uns daran gewöhnt.
Probleme mit dem Wetter und mit anderen Dingen, gibt es überall auf der Welt.
Wir nehmen die Dinge, wie sie kommen, bleiben stets freundlich miteinander
und erfreuen uns alle an den glücklichen Kindern.
Hier sind die Kinder durchwegs froh, wenn sie eine Schule besuchen dürfen.
Und Dank Euren Patenschaften und Spenden, ist es uns möglich, vielen Kindern
aus ärmlichsten Verhältnissen eine gute Schulbildung zu ermöglichen.
Vielen Dank für Eure Unterstützung, sie bedeutet uns viel!!

Donnerstag, 1. Februar 2018

Der Januar ging viel zu schnell vorbei

Das grossartige Jahr 2017 ging sehr schnell vorbei.  Während der extrem langen
Weihnachtsferien, konnten wir zwar viel bauen und renovieren, aber die Eintrittsexamen zeigten,
dass nicht alle Kinder zu Hause Zeit hatten zum Lernen. Wie so oft, blieben viele Kinder auch während dieser Zeit bei uns. Sie halfen freiwillig bei den verschiedenen Arbeiten, nutzten
die Zeit aber auch zum Lernen.
Restlos alle Kinder freuen sich darüber, wieder hier zu sein und ihre Freunde wieder zu sehen.

Nur im Kindergarten und in der 1. Klasse nahmen wir neue Schüler auf. Sie sind noch etwas
verlegen, wenn sie fotografiert werden. Aber im Klassenzimmer machen sie bereits voll mit.
Die vergrösserten Schlafsääle gewährleisten, dass jedes Kind nun ein eigenes Bett hat. Für die Kleineren war es nicht einfach, sich daran zu gewöhnen. Es war so gemütlich, zu zweit im Bett, kuschelig warm und beruhigend, zusammen mit einem Freund das Bett zu teilen.
So ganz alleine in einem Bett, da fehlt die Wärme, welches das geteilte Bett vermittelte.
Prompt wurden viele Kinder krank. Die Tage sind zwar sehr, sehr heiss, die Nächte relativ kalt. 
Ein richtiges Wüstenklima also. Bei 20 Grad während der Nacht, frieren wir bereits und so mussten
andauernd Kinder mit Erkältungskrankheiten ins Spital gebracht werden. Hier geht man meistens in ein Privatspital, die Ärzte dort sind besser ausgerüstet.
In der High School wurde alles gekauft was man in den verschiedenen Labors braucht,
zur offiziellen Einweihung, zu der nur liebe Freunde eingeladen waren, 
konnte alles vorgeführt werden.
Diese kleine Party war so grossartig. Brigitte Geiser und Phipu Gerber waren massgeblich 
beteilig daran, das Geld für den Ausbau des 1. Stocks, zu erhalten. 
Daher war es toll, sie dabei zu haben.
Phipubluedog begeisterte alle, gab Lektionen im Gitarre spielen und liess Gitarren hier,
damit die Kinder übern können.



Phipu und Brigitte wollten alles ausprobieren. Aus gesammelten Brennholzstücken
wurden Sitze für die Schaukel hergestellt und montiert
Diese werden nun eifrig benutzt. Aber abgesehen davon, verschafften sie sich 
einen Überblick, über alles. So erlebten sie auch, wie ich Lehrer auswechselte. In anderen
Ländern sucht man die Schuld bei den Kindern, wenn sie keine guten Noten bekommen.
Unsere Kinder sind überglücklich, wenn sie zur Schule gehen dürfen. Sie verdienen
motivierte Lehrer und ich besorge ihnen diese.





Alle Bauarbeiten sind abgeschlossen, alle Labors in Betrieb und die luftige Dachterrasse ist prima geeignet für Geburtstags Feiern oder andere Anlässe

Motivierte Lehrerinnen erklären gerne alles, es ist eine Freude mit ihnen zu arbeiten
Ausser vielen anderen Besuchern, waren auch Jutta und Swaleh vom Massaihilfeverein
hier, mit ihrer Tochter Sarah. So schön, auch sie wieder einmal zu sehen und
erfrischend zu hören, dass die Kleine pures Bayrisch redet.
Ende Januar war auch der Bus bereit, der durch das Crowdfunding gekauft werden konnte.
Wie man sieht, wurde er bereits gelb gespritzt, in genau dem Geld, welches
vorgeschrieben ist, für alle Schulbusse.
Ein ereignisreicher, schöner Januar ging zu Ende, wir sind zufrieden mit der Entwicklung.
Leider aber hat sich das Leben für die Dorfbewohner nicht verbessert. Die Teuerung
erschwert das Leben, die Trockenheit macht es noch schlimmer. Die versprochene
free education, ist ein leeres Wahlversprechen.
In den nächsten Tagen werden wir wieder einige Fotos von Kindern auf unsere
website www.kenyanchildrenhelp.ch, veröffentlichen und freuen uns,
wenn Ihr uns helft Paten für diese Kinder zu finden.
Herzlichen Dank!




Samstag, 30. Dezember 2017

Good by 2017 / Welcome 2018

Es wird Zeit sich zu verabschieden von 2017. Dieses Jahr ging so schnell vorbei, es war extrem anstrengend und hat mir viel abverlangt. Ich möchte mich für alle schönen Erlebnisse bedanken! Es gab fantastische Momente, wunderschöne Freundschaftsbeweise, aber auch viele neue Vorschriften und Probleme. Nun haben wir alles gemeinsam gemeistert und so kann 2018 etwas ruhiger angegangen werden. Hürden wurden überwunden, Probleme gelöst und so gehen wir jetzt  den Endspurt an. Nächste Woche beginnt der Unterricht wieder.
Wir sind überwältigt, über die Freundschaftsbeweise und danken allen ganz herzlich dafür, 
dass Ihr uns so grossartig unterstützt.
Die Kinder danken all ihren lieben Paten und Patinnen für die Unterstützung
Und auch unsere Handballchampions sind dankbar für Eure Unterstützung
Momentan sind nur Mary und ihre Schwester Esther hier,
so bedanken sie sich, zusammen mit Roman, im Namen des ganzen Teams
Ich freute mich über alle Besucher, es gibt sicher schönere Orte auf der Welt als
unsere doch sehr ärmliche Gegend hier.
Daher danke ich allen, dass sie zu uns gekommen sind, Freude an den Kindern
und Angestellten hatten und mir zu schönen Momenten verhalfen.
Die Menschen in dieser Region sind arm, aber unglaublich herzlich und 
stets guter Dinge. So spielt es keine Rolle ob andere einen Feiertag haben,
oder den Sonntag geniessen wollen.  
Auch im Städtchen Voi, in dem wir einkaufen, sind die Läden stets geöffnet.
Dienstleistung wird hier noch grossgeschrieben.
Alle Bauten werden am 3. Januar, pünktlich zu Schulbeginn fertig sein.
Neue Betten, Matratzen, Leintücher, Pulte, Stühle, etc. sind bereit.
Neue Lehrkräfte werden willkommen geheissen.

Für heute bedanke ich mich bei allen, die uns so tatkräftig unterstützt haben,
von ganzem Herzen!

Feiert morgen abend schön und springt beschwingt ins Neue Jahr!

Ein gesundes, zufriedenes, glückliches Neues Jahr wünsche ich allen von Herzen und Frieden und Freiheit für alle Menschen und Tiere dieser Welt


Donnerstag, 23. November 2017

Endlich Regen

Endlich haben wir Regen!! Nicht nur ein leichtes Nieseln, nein richtigen Regen.
Wir sind überglücklich, nach der langen Dürreperiode.
Das kostbare Nass kam rechtzeitig, die Wasserpumpe funktioniert wieder nicht.
Der Elektriker der aus Nairobi hier war, findet, die Pumpe müsse wieder 
inspiziert werden; meint aber, es liege wohl ein Problem mit den Kabeln vor.
Das kann dauern
Der Regen kam also rechtzeitig, die Regenwassertanks werden ständig wieder voll, 
eine Zeitlang haben wir nun genügend Wasser. Der Regen ist wahrlich ein Segen!
Bei uns sind Schulferien, dieses Mal sind sie wirklich unverhältnismässig lang, 9 Wochen!
Diese Zeit nutzen wir zum Bauen, Renovieren, Putzen, Ausbessern und gründlichem Reinigen 
aller Schlafräume und Klassenzimmer.
Und auf den Baustellen herrscht Hochbetrieb. Es macht Freude zu sehen, wie fleissig
und motiviert gearbeitet wird. Ich bewundere diese stets gut gelaunten Arbeiter und höre
gerne zu, wie sie sich gegenseitig anfeuern.
Viele Studenten sind hier geblieben, um mitzuhelfen. Und unser Doctor
Fredrick Banda zieht schon Kabel ein. Etliche der Kinder sind auch hier,
weil es bei ihnen zu Hause nichts hat, kein Essen, kein Bett.
Die Armut ist unvorstellbar.

Für unsere Handball Champions, die mit ihren Siegen auf Nationaler Ebene
bereits Geschichte geschrieben und viele Trophys heimgebracht haben,
läuft gerade ein Crowdfunding. Das angestrebte Ziel müssen wir unbedingt erreichen.
Bitte helft uns dabei.
Der link dafür : http://icfy.ch/Handball_Kenia 
Ihr fragt Euch vielleicht, ob wir sonst keine Probleme haben? Doch haben wir.
Sogar sehr viele. Eines davon sind die überfüllten Schlafsäle in der Primarschule.
Aber mit einem Kleinbus können nicht nur unsere Handball Mannschaften
weiterhin an Tournieren teilnehmen. Mit diesem können auch klassenweise Ausflüge
gemacht werden. Sei es in einen Nationalpark, die meisten Kinder haben noch keine Tiere gesehen, oder in einen Betrieb, in der Studenten
sehen, wie die Arbeitswelt aussieht. Dies kann ihnen bei der Berufswahl helfen.
Abgesehen davon kann ein Bus zusätzliches Einkommen generieren,
Er kann vermietet werden, dadurch hätten wir eine zusätzliche Einkommensquelle.
Auch Lehrerinnen bleiben hier und helfen dabei die Kinder zu beschäftigen.
Wir sind eine grosse Familie
Kinder dürfen noch Kinder sein und im Dreck spielen, sie sind auch nicht
überfordert von einem Schulsystem, in dem alles nur auf Leistung ausgerichtet ist.
Die Schultage sind zwar lang, aber stets unterbrochen von Pausen, in denen
Sport, Spiel und Tanz Platz haben.
In vielen Teilen der Welt sind Weihnachtsdekorationen zu sehen.
Bei uns blüht der Christmastree.
Weihnachten bedeutet hier, ein Zusammentreffen aller Familienmitglieder.
Und jeder versucht etwas beizusteuern, damit einmal im Jahr alle genug zu essen haben.

Bitte denkt an Weihnachten auch an uns und helft uns mit einer Spende. 

Herzlichen Dank und einen schönen Advent!